Hochzeitsbräuche & Traditionen

In dem Zimmer wo das Hochzeitskleid genäht wird, darf nicht gepfiffen werden. Sonst werden die bösen Geister geweckt. Dies ist nur einer von vielen Bräuchen um die den Hochzeitstag der mit Aberglauben besetzt ist. Doch woher kommen diese Rituale und wieso ist der Schleier weiß?

Paradoxerweise ist gerade die Hochzeitsvorbereitung mit vielen dieser „verkehrten“ Ansichten bespickt. Angefangen beim Kleid, verbirgt sich in jedem Teil der Brautausstattung eine Spur von alten Bräuchen und Sitten. Sollte das Kleid schon vor dem Hochzeitstag fertig geschneidert sein, sagt eine alte Sage Unglück voraus. Oftmals wird ein Knopf beim Kauf abgetrennt und erst am Hochzeitstag wieder angenäht.

Eine weitere traditionelle Möglichkeit Glück zu erhaschen, wäre den Brautschuh mit Pfennigen zu zahlen. Fehlen ein paar Cent Stücke dürfen diese auch geliehen werden. Im Notfall kann auf die Brautjungfern zurück gegriffen werden – die sind Glücklicherweise bei der Kleiderauswahl meist mit von der Partie. Bei ihnen lauert jedoch eine Tücke. Die Braut steht auf dem Sockel, das Kleid sitzt, was jetzt fehlt, ist der Schleier. Durchaus kann da der Wunsch bei einer Brautjungfer aufkommen, das Prachtstück auch mal anzuprobieren. Dies könnte jedoch fatale Folgen haben, denn dem Aberglauben nach, wird diese dann nämlich den Bräutigam verführen.

Passt der Schleier, gehört dieser mit dem Kleid gut versteckt bis zum Hochzeitstag. Das abermalige Ablegen bringt Unglück. Die Farbe ist meist, passend zum Kleid, in weiß gehalten. Die Farbwahl haben wir dem Christentum zu verdanken, die als Symbol der Jungfräulichkeit gilt. In der römischen Antike war dieser feuerrot. Rot als Attribut für Leidenschaft, Hingabe, Jugend, Liebe und Treue.

Wie heute versteckte sich die Braut am Tag der Hochzeit hinter dem weißen Schleier, damit die Geister nicht auf böse Gedanken kamen. Damals war das Aufsetzten des Schleiers kein schönes Accessoire sondern ein sichtbares Symbol der Trennung. Er markierte den wichtigen Übergang von der Mädchenzeit zur Ehefrau. Heutzutage wird der Schleier in der Kirche kurz vor dem Ja-Wort zurückgeschlagen. Weht dieser aber vorher im Wind auf, wird sich das Brautpaar nicht gut vertragen.

Ist die Vorbereitung und Suche nach dem perfekten Kleid schließlich abgeschlossen, fehlt nur noch der Schmuck. Nichts passt besser zu weiß, als Perlen. Eine Überlieferung besagt, dass bei der Hochzeit jede getragene Perle hundert Tränen bedeutet. Zurückzuführen ist dies auf die Perlentaucher, die bei der Suche nach Schmuck für ihre Angebetete umgekommen sind.

Der Grund, ob die Braut sich an die Bräuche hält, könnte unromantischer nicht sein. Laut Neurowissenschaftlern ist die Gehirnchemie dafür verantwortlich, wie abergläubisch ein Mensch ist. Der Stoff Dopamin beeinflusst die Fähigkeit zu assoziieren. Je mehr davon ausgeschüttet wird, umso mehr Assoziationen spielen sich im Kopf ab. Wer nicht an all den Humbug glaubt, kann sich zur Sicherheit immer noch eine Prise Salz über die Schultern werfen.


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